Klatsch-Polka 

 "Klatsch, klatsch  tip-pe-tap/ klatsch auf ab. // 

  Klatsch, Griff mit der rechten Hand (gedreht), mit der linken Hand drauf, dann mit der rechten auf die linke Handinnenfläche (Becheröffnung oben), rechte Hand liegt auf dem Tisch, linke Hand Becher auf den Tisch (Öffnung unten) ..."

Ein besonderer Singabend

 Am 26. Januar 2022 kam unser Chorleiter Eckhard Thiel gut vorbereitet zum Übungsabend und erfuhr, dass dank Corona das Singen nicht erlaubt sei.

Die Ausnahmesituation wurde als „Trockenübung“ gut und interessant durchgeführt und gemeistert.

Bei mehreren Themen begannen bei mir die Signallampen zu flackern. Bei der berühmten Toccata in d-Moll von Bach sind mir sofort einige besondere Situationen eingefallen:

 

  • Bei einer Vereinsfahrt „Auf den Spuren von Johann Sebastian Bach“ hielt ein Organist in Mühlhausen einen Vortrag über die Orgel im Allgemeinen und die Toccata im Besonderen:

"Die früheren Orgeln waren sehr schwer zu bedienen, denn die Luftklappen mussten mit Muskelkraft geöffnet werden, um den Luftstrom zu den Flöten zu leiten.

Eine Orgel wurde damals nicht „gespielt“, sondern „geschlagen“.

Ein Organist nahm zu Beginn seines Orgelvortrags Berührung mit der Orgel auf, „touchierte“ die Tastatur und prüfte den „Anschlag“ der Tasten."

(to touch, engl.,  toucher, franz.,  toccare, ital.,  tactus, lat.)

 

Er stimmte sich mit einer Toccata nicht nur auf den jeweiligen Anschlag der Tasten ein, sondern trainierte gleichzeitig auch die Fingermuskulatur.

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  • Nach Solistenkonzerten hört man oft den bewundernden Satz „So schnell kann ein Mensch doch nicht denken, wie sich bei dem Solisten die Finger bewegt haben.“
  • Dazu folgende Begebenheit: Einen ehemaligen Studien-Kollegen in Hannover nannten wir „Snobkowski“, weil er grundsätzlich mit „Fliege“ zur Vorlesung erschien und einmal auch eine Wette abschloss, 20 Mal hintereinander mit einer anderen Fliege aufzukreuzen.

Als er uns in den 60er Jahren in Reutlingen besuchte, stürzte er sich sofort auf unser Klavier, das ich kurz zuvor von meiner Mutter geschenkt bekommen hatte, und spielte den Beginn der Toccata. Ich bat ihn, den gewaltigen Lauf noch einmal langsam zu spielen, da versagte er und konnte die Toccata weder langsam noch im Originaltempo vorspielen.

Ein sehr anschaulicher Effekt, denn das Großhirn wird bei einem solistischen Vortrag total ausgeschaltet.

Man kann den Vergleich heranziehen: Wenn man beim Autofahren in einer gefährlichen Situation erst überlegen müsste, wo ist bei meinem Auto das Gaspedal und wo die Handbremse oder Kupplung, dann wäre ein Unfall vorprogrammiert.

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  • Während einer Klassenfete am Lagerfeuer schwärmte ein Schüler in höchsten Tönen von der Toccata.  Wir unterhielten uns längere Zeit auch über Einzelheiten. Später erfuhr ich, dass dieser Schüler zu Beginn seines Studiums in einer Nacht etwa 3 km von seiner Studentenbude entfernt tot am Rande der Autobahn gefunden wurde. Als man sein Zimmer aufbrach, drehte sich der Teller seines Plattenspielers noch im Leerlauf, die Zimmerbeleuchtung war ziemlich heruntergedimmt. – Auf dem Teller drehte sich die Toccata.

Etwa zur gleichen Zeit war der Bruder in der Umgebung von Holzminden in den Hinterhalt gelockt und zusammen mit seinem Kollegen ermordet worden.

 Ich bin Jahre lang am Hause dieses ehemaligen Schülers vorbeigegangen und habe die Mutter gesehen: Klein, blass, zierlich, gebückte Haltung, apathisch.-

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Ich möchte den Beitrag über die Toccata in d-Moll etwas weniger dramatisch ausklingen lassen:

 

  • Zum Abschluss einer Busfahrt mit einem Gesangverein kehrten wir in der Nähe von Duderstadt in einem Lokal ein. Als Höhepunkt des Abends trat ein russischer Akkordeonspieler auf und spielte die Toccata. Ich habe zwischendurch die Augen geschlossen und wähnte mich in einem großen Dom. – Später fragte ich die Sänger: „Wer möchte mein Akkordeon geschenkt bekommen?“

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Zurück zum Übungsabend: An dem Übungsabend wurden weitere Themen touchiert: Intervalle, Tonarten, Dur-Moll, Musikepochen und die wichtigsten Komponisten von der Ars Antiqua und Ars Nova bis zur Neuzeit, usw.

  • Fazit: Unser Chorleiter konnte aus seinem umfangreichen musikalischen Repertoire schöpfen.

                                                                                                                             Werner Zieß

Ein neuer Chorleiter

 

Eckhard Diekmann ("Ecki I") übergibt Eckhard Thiel  ("Ecki II") den goldenen Taktstock

 

  1. Deutschland singt am 3. Oktober.

  Nach den Vorstellungen des Deutschen Musikrates sollte am Tag der Deutschen Einheit auf möglichst vielen Marktplätzen gesungen und damit „Zusammenhalt und Dankbarkeit für die friedliche Revolution und die Deutsche Einheit vermittelt werden.“

Der Gesangverein Altendorf/Einigkeit hat am 03. Oktober 2021 ab 15:30 Uhr auf dem Marktplatz unter dem neuen Chorleiter Eckhard Thiel gesungen.

Bei der Veranstaltung handelte es sich nicht um Liiedvorträge des Gesangvereins, sondern der Chor sang einige bekannte Lieder mit dem Publikum gemeinsam, z.B.  „Kanon-Quodlibet“, „Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn“, „Über sieben Brücken“.

Der Gesangverein Altendorf/Einigkeit beabsichtigt, in den nächsten Jahren diese Veranstaltung zu wiederholen und würde sich freuen, wenn möglichst viele Sängerinnen und Sänger (Profis oder Laien) teilnehmen würden.

 Lieder (Entwurf)

Himmel und Erde müssen vergehn               /          Text und Melodie volkstümlich

Heut kommt der Hans zu mir                                    Kanon-Quodlibet

Es tönen die Lieder

Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn 

 Es tönen die Lieder   

Lobet und preiset, Ihr Völker 

Heut noch sind wir hier zu Haus 

Ein stiller Traum (ABBA, I have  a Dream)      /Musik von ABBA Dt. Text und Satz für Männerchor: Werner Zieß

 Wo die Weser einen großen Bogen macht, ...

Über sieben Brücken musst du gehen                      /          Text: Helmut Richter, Musik: Ulrich Swilms

Griechischer Wein                                         /          Text: Michael Kunze, Musik: Udo Jürgens

Über den Wolken                                          /          Text und Musik: Reinhard Mey

My Bonnie is over the ocean                         /          Musik und Text aus Schottland

We shall overcome                                        /          Musik und Text:

Ade zur guten Nacht                                     /          Musik: Gottfried Wilhelm Fink, Eduard Möricke

 Abendstille überall                                        /          Musik: Otto Laub, Text: Fritz Jöde

Einigkeit und Recht und Freiheit                   /          Musik: Joseph Haydn,

                                                                                   Text: Hoffmann von Fallersleben

Ein Sitzplan im Clubraum,